Saiten neu gestimmt 24. Juli 2007
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Letzte Woche erst schrieb ich über Outsourcing in der Videospielbranche. Betroffen von diesem Thema ist auch die Guitar Hero Reihe. Mittlerweile ist dies zwar seit Monaten weitläufig bekannt, aber nach den neusten Videos muss ich meinem Ärger endlich etwas Luft machen.
Die Erfinder und Macher von Guitar Hero (Harmonix) steigen mit der Entwicklung von Rock Band in die nächste Liga der Musikspielentwicklung auf - zweifelsfrei sind sie dort oben absolut allein. Um die Finanzierung der Entwicklung eines Titels wie Rock Band überhaupt zu ermöglichen, bewies Harmonix zuvor mit Karaoke Revolution, Amplitude und Guitar Hero außerordentliches Talent für die Herstellung von Musikspielen. Für die Weiterentwicklung und Fortführung der Guitar Hero Reihe zeichnet sich daher nun Neversoft verantwortlich. Kein Problem denkt man sich - viel kann doch bei der Weiterführung einer schon bestehenden Videospielserie nicht schief gehen: anscheinend doch.
Doping? Na, und! 21. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Allgemein , 2kommentare
Was für eine lächerlich, heuchlerisch, verlogene Veranstaltung die Tour de France ist, stellt sich erst dieser Tage wieder in aller Deutlichkeit heraus.
Da meldete der Mann in Gelb Michael Rasmussen in der Vorbereitung seinen Aufenthaltsort nicht der UCI. Dies geschah dreimal, prompt folgte die Suspendierung vom dänischen Verband. Er darf daher nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Für die wichtigsten Events (WM, Olympia) hat der Däne keinen Verband mehr für den er fahren darf. Er ignorierte schließlich Vorschriften des Weltverbandes.
Für die Frankreichrundfahrt spielt das keine Rolle. Jedes Jahr versprechen die Tourveranstalter die härtesten Kontrollen und besten Verfahren gegen Doping zu nutzen. Tatsächlich offenbart sich momentan, dass die Tourleitung überhaupt nicht an einem einwandfreien sauberen Sport interessiert ist. Da wird ein Fahrer von seinem Verband suspendiert. Na, und? Für den dänischen Verband ist dieses Verhalten ein deutliches Indiz. Na, und? „Es gibt nicht ausreichend Gründe, die Sanktionen rechtfertigen würden” sagte der Tourdirektor.“ Natürlich, klar! Es gibt ja tatsächlich keinen Grund dafür, in einer Sportart, die so unglaublich dopingverseucht ist, Konsequenz im Umgang mit zwielichtigen Fahrern zu zeigen.
Bye, bye Peter! 18. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Allgemein, Xbox 360 , 1 kommentar bisher
Viele werden dich vermissen! Es gibt nicht viele Firmen, die solch charismatische Menschen in Führungspositionen haben. Microsoft verlor mit dem Weggang Peter Moores genau eine solche Person. Die E3 Präsentationen der letzten Jahre waren stets großartig. Dabei waren es nicht nur die Inhalte, die überzeugten. Vieles hat Microsoft auch Peter Moore zu verdanken, der in seiner besonderen Art stets bei mir den Eindruck erweckte, als sei er selbst mit voller Leidenschaft ein Videospieler. Jedes Jahr schien er stolz auf die Produkte zu sein, die er auf der Bühne zeigte. Die originelle Präsentation von Rock Band auf der diesjährigen E3 war dafür exemplarisch. Moore war einfach der Fachmann von nebenan. Ein Mann, mit dem du dich in geselliger Runde über Sport, Videospiele und die gesamte Gamesbranche ungezwungen und locker unterhalten kannst. Mit dem Weggang von Peter Moore hat Microsoft in meinen Augen einen echten Sympathieträger verloren, der sich mit verantwortlich zeichnet für die einmalige Qualität und Quantität der heutigen 360 Titel. (weiterlesen…)
Vermisst! 15. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Allgemein , 2kommentare
Man liest von Heavenly Sword, Killzone, Project Gotham Racing 4, Halo 3 und… und… hm… Wii-Fit sowie einer Waage. Wenig neues wurde auf der E3 dieses Jahr vorgestellt, sattdessen präsentierten Hersteller viele neue Szenen aus bekannten, bald erscheinenden Titeln. Bei der Masse an Spielen, die Sony und Microsoft vorstellten, fiel kaum auf, dass einige bedeutende Themen auf der diesjährigen E3 kaum oder überhaupt nicht angesprochen worden.
Lest hier, was dieses Jahr fehlte.
Outsourcing 13. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Allgemein , 1 kommentar bisher
Die Nachteile der Globalisierung erreichen nun auch die Videospielbranche. Das Next-Gen-Spiel Silent Hill wird nicht von den ursprünglichen Erfindern der Serie entwickelt. Als sei dies nicht schon schlimm genug: die Entwicklung des Titels wechselt nicht japanintern. Stattdessen wird dem Entwicklerstudio The Collective (Buffy the Vampire Slayer, Indiana Jones) eine der wichtigsten Videospielserien Konamis übertragen. Outsourcing in der Videospielbranche nennt man das wohl.
Ob sich diese Entwicklerwahl als cleverer Schachzug oder Flop von Konami erweist, wird sich erst noch herausstellen. Betrachtet man das (seit gefühlten Jahren angekündigtge und noch nicht erschienene) Silent Hill: Origins für PSP vom Entwickler Climax muss man zugeben, dass der Serie der frische Wind eines neuen Entwicklers gut tut - nach einem katastrophalen Silent Hill 4. Climax orientiert sich hinsichtlich des Spielgefühls an Resident Evil 4. Beim ersten Anspielen des Titels war ich daher von der angenehmen Neugestaltung des Kampfsystems überrascht.
Echtzeit 12. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Aufreger , 4kommentare
Ein Hersteller sollte wissen, wie man das Publikum von der Echtheit des gezeigten Materials überzeugt. Dazu ist eine bloße Zwischensequenz schlecht geeignet. Trotz Versprechen und eifriger PR-Arbeit wusste man, dass der Killzone-Trailer der damaligen E3 nicht mehr als ein Video war, das kaum etwas mit einem Videospiel gemein hatte.
Dieses Jahr hat Sony daraus gelernt und zeigt durchaus eindrucksvolle Spielszenen aus Killzone. Neben einer Zwischensequenz erfolgt die Darstellung von zahlreichen Spielszenen in einer kurzen Montage. Ein Fadenkreuz und eine Munitionsanzeige sind Indikator für die Echtheit des gezeigten Materials. Als Kritiker denkt man an dieser Stelle, dass man von der Echtzeitberechenung des Gezeigten ausgehen kann.
Diese Illusion ist aber schnell zersört wenn folgendes passiert: Nach dem Ende der Killzone-Präsentation steht plötzlich ein junger Mann auf der Bühne an der Seite von Phil Harrison. Etwas verunsichert hält er einen Controller in der Hand. Sony bedankt sich, dass er Killzone vorgestellt hat - was offenbar bedeuten soll, dass dieser junge Mann ein Entwickler ist und Killzone vor dem Publikum in Echzeit spielte.
Auch auf diese Weise kann man Zuschauer überzeugen. Es funktioniert aber bei Sony nicht, weil die Killzone-Spielszenen eine Montage aus verschiedenen Abschnitten des Spiels waren. Teils völlig zusammenhangslos werden tolle Szenen vorgeführt, deren Echtheit man nicht bezweifelt. Warum Sony dann zusätzlich einen Jungen von der Straße holt und diesem einen Controller in die Hand drückt um irgendeine Livevorführung zu beweisen, erschließt sich mir aber nicht ganz.
Nintendo steigt aus Videospielbranche aus! 11. Juli 2007
Veröffentlicht von the rockSR in : Wii , 1 kommentar bisher
Was war das denn? Ich erwache sicher gleich und stelle fest, dass alles nur ein Traum war! Nein es war aber keiner! Nintendo hat sich mit der diesjährigen E3 Pressekonferenz für die nächsten ein bis zwei Jahre erstmal aus der Videospielbranche verabschiedet. Wie komm ich zu dieser These?Die E3 Pressekonferenz war kein Witz, sie war nicht lächerlich – sie war zu 100% überflüssig. Am meisten sprach Reggie über Nintendogs, Brain Age und Wii Sports. Danach berichteten Wii-Spieler von ihren Eindrücken. Dann blendete man noch einige Pressereaktionen auf die Wii ein und began wieder mit Nintendogs und Wii-Sports. Während Microsoft das (leider) bekannte Xbox 360 Portofolio für 2007 nochmal präsentierte und auch einiges an neuen Spielszenen zeigte, besinnt sich Nintendo auf die Zeit des Jahres 2006 und die erste Hälfte von 2007 zurück. Das könnte man ja machen, wenn in dieser Zeit etwas Bedeutsames geschehen wäre, ist es aber nicht - leider verstaubt jedenfalls meine Wii seit Monaten.
Einsicht… 9. Juli 2007
Veröffentlicht von GeneCoon in : Allgemein , 5kommentare…ist der erste Weg zur Besserung. So das Sprichwort. Ob es auch auf Electronic Arts zutrifft wird man abwarten müssen. Die Einsicht scheint auf jeden Fall schonmal da zu sein.
John Riccitiello, CEO von EA, sagte im Gespräch mit dem Wall Street Journal es würden zu viele innovationslose Spiele auf den Markt kommen. Weiter sagte er:
“We’re boring people to death and making games that are harder and harder to play.”
“For the most part, the industry has been rinse-and-repeat. There’s been lots of product that looked like last year’s product, that looked a lot like the year before.”
Damit hat er ziemlich genau die meisten Spieleserien von EA gut beschrieben. Laue Aufgüsse von Vorjahrespublikationen stehen bei den Spielern nicht mehr so hoch im Kurs. EA scheint das jetzt wohl begriffen zu haben. Der stetig zurückgehende Gewinn von EA scheint an dieser Erkenntnis wohl auch nicht ganz unschuldig zu sein. Uns soll es recht sein.
Riccitiello sagte auch, er glaube, dass es immer noch eine gute Strategie sei Fortsetzungen zu produzieren, solange sie innovativer daherkommen als in der jüngeren Vergangenheit.
Spätestens nächstes Jahr werden wir wohl sehen ob die Einsicht wirklich zur Besserung führt und ob wir dann innovative Versionen von Need for Speed und Co zu sehen bekommen, oder ob wir wieder mit einer Flut von “verschiedenen” Fifa-Versionen zugeschüttet werden. Schließlich steht die Fußball-Europameisterschaft an, welche doch genug Material für zwei bis drei Spiele hergeben dürfte.
Ob EA da widerstehen kann?
(Quellen: Xbox-Archiv, wsj.com)